Deutsche Sporthilfe

Deutsche Sporthilfe würdigt Olympiasieger, Welt- und Europameister


Sport-Größen werden im Rahmen der Ehrung „Juniorsportler des Jahres“ gewürdigt / Weitere Förderung durch „Sprungbrett Zukunft“

Frankfurt am Main, 04.10.2016 -

Sieben Olympiasieger, darunter die frisch gekürte Fußball-Olympiasiegerin von Rio de Janeiro, Annike Krahn, sechs weitere Olympia-Medaillengewinner, die neunfache Paralympics-Siegerin Marianne Buggenhagen und zahlreiche andere Top-Athleten, die ihre Karrieren in der letzten Zeit beendet haben, werden am kommenden Freitagabend (07.10.) von der Deutschen Sporthilfe in Bonn noch einmal feierlich für ihre Leistungen gewürdigt: die Olympiasieger im Hockey, Maximilian Müller (Peking 2008 und London 2012) und Oskar Deecke (London 2012), die Olympiasieger im Kanu-Rennsport Carolin Leonhardt (Athen 2004), Andreas Ihle (Peking 2008) und Kurt Kuschela (London 2012), die Olympiasiegerin im Zweierbob Anja Schneiderheinze (Turin, 2006), die Olympia-Zweiten Hanka Kupfernagel (Radsport, Sydney 2000), Christina Obergföll (Speerwerfen, London 2012) und Björn Otto (Stabhochsprung, London 2012), die Olympia-Dritten Marcel Hacker (Rudern, Sydney 2000), Betty Heidler (Speerwerfen, London 2012) und Anja Huber-Selbach (Skeleton, Vancouver 2010).

Die Verabschiedung findet im Rahmen der Ehrung „Juniorsportler des Jahres“ 2016 statt. Moderiert wird diese Newcomer-Party in Bonn von Jonas Reckermann, Olympiasieger 2012 im Beachvolleyball.

„Jeder Name steht für bewegende sportliche Momente, diese Top-Athleten haben uns begeistert, mit ihrer Leistung und ihrer Haltung, mit ihrem Einsatz für fairen Sport. Wir möchten – stellvertretend für alle Sportbegeistern in Deutschland - noch einmal Danke sagen für das jahrelange Engagement“, sagt Jörg Adami, Vorstandsmitglied und Direktor Förderung der Deutschen Sporthilfe und betont: „Das Karriereende ist nicht gleichbedeutend mit dem Abschied aus der Sporthilfe-Förderung. Nach dem Ende ihrer sportlichen Karriere lassen wir die Athleten, die meist jahrelang ihre berufliche Karriere hinten angestellt haben, nicht allein. Vielmehr begleiten wir sie auch weiterhin – wenn gewünscht –, optimaler Weise bis zum potentialgerechten Berufseinstieg.“ Alle Athleten können von der Sporthilfe-Initiative „Sprungbrett Zukunft“ mit speziellen Bausteinen zur beruflichen Weiterentwicklung in den kommenden Jahren profitieren.

Die Namen der Athleten, die in Bonn gewürdigt werden, in alphabetischer Reihenfolge:

  • Ralf Bartels (Lebbin), Kugelstoßen, Weltmeisterschafts-Dritter/Europameister
  • Gregor Buchholz (Wiesbaden), Triathlon, Junioren-Weltmeister
  • Marianne Buggenhagen (Bernau), Kugelstoßen & Diskuswurf paralympisch, Paralympics-Siegerin
  • Oskar Deecke (Düsseldorf), Hockey, Olympiasieger
  • Steffen Gebhardt (Darmstadt), Moderner Fünfkampf, Weltmeister
  • Marcel Hacker (Blankenburg), Rudern, Olympia-Dritter/Weltmeister
  • Nina Hasselmann (Nürnberg), Hockey, Europameisterin
  • Betty Heidler (Werneuchen), Hammerwerfen, Olympia-Dritte/Weltmeisterin
  • Katrin Holtwick (Berlin), Beachvolleyball, Europameisterschafts-Zweite
  • Anja Huber-Selbach (Bischofswiesen), Skeleton, Olympia-Dritte/Weltmeisterin
  • Andreas Ihle (Magdeburg), Kanu Rennsport, Olympiasieger
  • Annike Krahn (Bochum), Fußball, Olympiasiegerin
  • Tobias    Kreuzmann (Mülheim an der Ruhr), Wasserball, Olympia-Fünfter
  • Hanka Kupfernagel (Merdingen), Radsport, Olympia-Zweite/Weltmeisterin
  • Kurt Kuschela (Schwielowsee), Kanu-Rennsport, Olympiasieger
  • Carolin Leonhardt (Mannheim), Kanu-Rennsport, Olympiasiegerin
  • Manuel Machata (Ramsau b. Berchtesgaden), Bobsport, Weltmeister
  • Birgit Michels (Bonn), Badminton, Europameisterin
  • Max Müller (Nürnberg), Hockey, Olympiasieger
  • Christina Obergföll (Hohberg), Speerwerfen, Olympia-Zweite/Weltmeisterin
  • Björn Otto (Leverkusen), Stabhochsprung, Olympia-Zweiter
  • Katrin Reinert (Dortmund), Rudern, Europameisterschafts-Zweite
  • Anja Schneiderheinze (Erfurt), Bobsport, Olympiasiegerin
  • Ilka Semmler (Berlin), Beachvolleyball, Europameisterschafts-Zweite
  • Marion Thees    (Erfurt), Skeleton, Weltmeisterin

Die Förderdauer der Athleten betrug zwischen sechs und 23 Jahren. Am längsten von der Deutschen Sporthilfe profitierte die neunfache Paralympics-Siegerin Marianne Buggenhagen mit 23 Jahren Sporthilfe-Förderung, Marcel Hacker, Olympia-Dritter und Weltmeister im Rudern, wurde 21 Jahre und 9 Monate unterstützt. Exakt 20 Jahre Sporthilfe-Förderung erhielt Kanu-Olympiasieger Andreas Ihle, über 19 Jahre der WM-Dritte und Europameister im Kugelstoßen Ralf Bartels, der im Dezember 2013 seine Karriere beendet hat. Auf die identische Förderdauer von 15 Jahren und 10 Monaten kamen die beiden Olympia-Medaillengewinnerinnen und Weltmeisterinnen im Hammer- bzw. Speerwerfen, Betty Heidler und Christina Obergföll, die beide am 1. November 2000 in die Förderung aufgenommen wurden und bis zu ihrem Karriereende nach den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro von der Deutschen Sporthilfe gefördert worden sind.

Die Bundesliga-Stiftung begleitet im Rahmen der Veranstaltung „Juniorsportler des Jahres“ die Verabschiedung der besten Athletinnen und Athleten zum Ende ihrer Sportkarrieren. Seit 2008 zeigt der deutsche Profifußball mit seinem Engagement in der Förderung des deutschen Spitzensports seine Solidarität und Anerkennung für Sportler aus anderen Sportarten. Die Partnerschaft der DFL Deutsche Fußball Liga und der Bundesliga-Stiftung mit der Deutschen Sporthilfe konzentriert sich auf die Nachwuchselite-Förderung der Deutschen Sporthilfe und damit auf die Unterstützung der aussichtsreichsten Nachwuchsathleten in Deutschland.

Mehr als 400 Millionen Euro hat die Deutsche Sporthilfe in den fast 50 Jahren für die Förderung von Spitzensportlern ausgeschüttet. Jährlich werden cirka 3.800 Athleten aus über 50 olympischen und paralympischen sowie ausgewählten weiteren Sportarten mit bis zu 13 Millionen Euro unterstützt. Ziel ist die erfolgreiche Verbindung von Spitzensport und Ausbildung in Schule, Studium und Beruf. Bislang wurden rund 49.000 Talente und Top-Athleten gefördert. 247 Goldmedaillen bei Olympischen Spielen, 338 bei den Paralympics sowie 90 Prozent aller bundesdeutschen Medaillen bei Welt- und Europameisterschaften wurden bislang von Sporthilfe-geförderten Athleten gewonnen.

Interessierte Medienvertreter, die noch an der Veranstaltung teilnehmen möchten, melden sich bitte direkt bei Markus Respondek (markus.respondek@sporthilfe.de).