Deutsche Sporthilfe

Jan Felix Knobel: Der Zehnkampf - Architekt


Welche Gemeinsamkeiten haben Jan Felix Knobel und das von Studenten der TU Darmstadt entwickelte Solar-Haus? Beide haben mit Architektur und Zehnkampf zu tun und beide haben einen Weltmeistertitel gewonnen. 2008 wurde der 21jährige Zehnkampf Junioren-Weltmeister. Seitdem gilt er als Hoffnungsträger des Deutschen Leichtathletik Verbandes. Doch auch in seinem Architekturstudium ist Jan, der 2008 für die Wahl zum „Juniorsportler des Jahres“ nominiert war, ständig darauf aus, sich weiter zu entwickeln.
 

Jan Felix Knobel - Einzelsicht

„Als ich von dem Zehnkampf Weltmeister-Solarhaus hörte, das im Sommer in Frankfurt aufgebaut war, war ich natürlich total neugierig“, sagt Jan, „der Begriff Zehnkampf ist gut gewählt. Die 10 Disziplinen reichten von Energieeinspeisung über Lichtkonzept und technische Ausstattung bis zu Home Entertainment. Das alles unter einen Hut zu bringen, ist genauso herausfordernd wie meine Zehnkampfdisziplinen. Es macht Lust auf mehr, wenn man weiß, dass das Studenten mitentwickelt haben.“

Auch wenn der Sport derzeit Priorität genießt, hat das Studium einen hohen Stellenwert. Denn vom Glanz der Medaillen lässt sich der 21jährige nicht blenden: „Ich sehe meinen Brotverdienst nicht im Sport, sondern irgendwann einmal als Architekt.“ Mit der Doppelbelastung der dualen Karriere kann er sehr gut umgehen: „Schon während des Abis liefen Schule und Sport zu hundert Prozent nebeneinander. Das hat mir gut getan.“ Gegenüber damals ist das Freizeitbudget allerdings drastisch geschrumpft. Als Architekt seiner dualen Laufbahn nutzt er sein Studium als Beitrag zur mentalen Statik seines Alltags und zum effizienten Einsatz seiner Energie. „Das Architekturstudium ist für mich ideal, weil es kreativ ist, andererseits auch wissenschaftlich. Ich studiere an der Hochschule Rhein-Main in Wiesbaden, die speziell zukunftsweisendes Bauen lehrt. Wenn man für den Kopf einen Ausgleich hat und man sich nicht nur auf das Sportliche versteift, ist es einfacher, sich aufs Training zu freuen.“
 

Jan Felix Knobel Aktion - Einzelsicht

Kontakte für die duale Karriere

In seiner dualen Karriere wird er gezielt unterstützt. „Die Sporthilfe hat mir beispielsweise Stäbe finanziert, die ich einfach brauchte, um höher zu springen. Ich habe einen Satz von acht Stäben. Wenn man das mal rechnet à 600 bis 700 Euro, ist das schon enorm.“ Doch für ihn ist die Sporthilfe mehr als die finanzielle Fördereinrichtung. „Die Sporthilfe ist eine bedeutende Institution, hinter der eine große Philosophie steckt, uns Spitzensportler finanziell und ideell weiter zu helfen. Und für jeden, der den Spitzensport unterstützen will, ist Dein Name für Deutschland prädestiniert, damit die Mittel auch richtig eingesetzt werden“, wirbt Jan Felix für die Sporthilfe, „doch Geld ist nicht alles. Der größte Gewinn bei der Juniorsportler-Ehrung 2008, bei der ich ausgezeichnet wurde, waren bei der anschließenden Party die vielen Kontakte.“ Zufällig kam er mit Freiherr von Stenglien, dem Geschäftsführer der Spielbank Wiesbaden, ins Gespräch. Wenig später einigte man sich. Jan bekam mehr als nur ein Sponsoring. Gekoppelt an seine duale Laufbahnplanung erhielt er einen Praktikumsvertrag mit einer Laufzeit bis zu seinem Examen.

So fügt der zukünftige Architekt in seiner dualen Karriere einen Baustein zum anderen. Der nächste besteht in der 8000-Punkte-Marke und bedeutet den Einstieg in die Weltspitze des Zehnkampfs. Knobel-Trainer Jürgen Sammert ist zuversichtlich: „2011 möchte ich Jan Felix zum U23 Europameister führen“. Wenn die Entwicklung nach Plan verläuft, könnte der 21-jährige bei den Olympischen Spielen in London Jahr 2012 mit den dann angestrebten 8400 Punkten in Medaillennähe kommen. Dann hätte Jan Felix Knobel als Architekt seiner dualen Karriere eine Meisterleistung geschafft.

 

Jan Felix Knobel Aktion II - Einzelsicht

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