U20-Handball-Weltmeisterinnen über ihren Erfolgsweg: „Wir sind alle unterschiedlich – und genau das macht uns so stark“

Acht Spiele, acht Siege, ein WM-Titel – und jetzt die Auszeichnung als Sporthilfe Juniorsportlerinnen 2026: Die U20-Handball-Nationalmannschaft der Frauen hat ein außergewöhnliches Jahr hinter sich. Im Interview sprechen Kapitänin Marleen Kern und der Trainer der U20-Nationalmannschaft Christopher Nordmeyer über die Stärke der Mannschaft, den Umgang mit Rückschlägen und ihre nächsten großen Ziele. 

Herzlichen Glückwunsch zur Auszeichnung als Sporthilfe Juniorsportlerinnen 2026! Was bedeutet euch dieser Preis? 

Marleen Kern: Der Preis bedeutet uns unglaublich viel. Er steht für Wertschätzung und Anerkennung aus ganz Deutschland. Wir sind der Sporthilfe unglaublich dankbar. Sie ist der Grund dafür, dass wir unseren Sport überhaupt so professionell ausüben und finanzieren können. 

Ihr seid 2025 Europameisterinnen geworden und habt euch in diesem Sommer mit acht Siegen in acht Spielen den WM-Titel gesichert. Was ist das Geheimnis eurer Mannschaft? 

Marleen: Das ist gar nicht so einfach in Worte zu fassen. Wir sind sehr unterschiedliche Charaktere und jede von uns hat ihre ganz eigenen Stärken. Ich glaube, genau das hat uns als Mannschaft ausgemacht. Jede bringt auf ihre Weise etwas Besonderes ein. 

Verletzungen, hohe Temperaturen und bei einigen Spielerinnen sogar Vorbereitung auf die Abiturprüfungen parallel zur WM: Euer Weg zum WM-Titel war alles andere als einfach. Was hat euch durch diese Herausforderungen getragen? 

Christopher Nordmeyer: Was diese Mannschaft auszeichnet, ist ihre unglaubliche Resilienz. Die Spielerinnen haben in den vergangenen zwei Jahren so viel durchgemacht und mussten einige Probleme überwinden, teilweise wurden Spielerinnen noch nachnominiert aufgrund von Verletzungen. Aber die Mannschaft glaubt unglaublich stark an sich selbst. Teilweise ist dieses Selbstvertrauen so groß, dass man als Trainer gar nicht mehr viel machen muss. 

Was bedeutet euch der gemeinsame WM-Titel auch über den sportlichen Erfolg hinaus? 

Marleen: Ich glaube, das Wichtigste ist, dass wir das gemeinsam geschafft haben. Die Erinnerungen und Erfahrungen, die wir dabei gesammelt haben, kann uns niemand mehr nehmen. Das ist etwas, das uns immer verbinden wird. 

Nach dem gemeinsamen Erfolg geht es für euch sportlich auf unterschiedlichen Wegen weiter. Was sind eure nächsten Ziele? 

Marleen: Ich glaube, jede von uns geht jetzt ihren eigenen, individuellen Weg in ihrem Verein und arbeitet weiter an sich. Wir haben alle unsere eigenen Ziele und wollen uns weiterentwickeln. 

Was würdet ihr jungen Handballerinnen raten, die davon träumen, eines Tages selbst in der U20-Nationalmannschaft zu spielen? 

Marleen: Sich von Rückschlägen nicht unterkriegen lassen und vor allem den Spaß am Handball nicht verlieren. 


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