Juniorsportler:in des Jahres

Seit 1978 werden die besten deutschen Nachwuchssportler:innen mit dem bedeutendsten Nachwuchspreis im deutschen Spitzensport ausgezeichnet, u.a. Michael Groß (1981), Katja Seizinger (1990), Franziska van Almsick (1992), Timo Boll (1997), Ronald Rauhe (1998), Maria Höfl-Riesch (2004), Magdalena Neuner (2007 und 2008), Laura Dahlmeier (2013) oder Niklas Kaul (2017).


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Juniorsportlerin des Jahres 2021

Stabhochspringerin Sarah Vogel

Stabhochspringerin Sarah Vogel ist von der Deutschen Sporthilfe als "Juniorsportlerin des Jahres“ 2021 ausgezeichnet worden. Die 19-jährige Leichtathletin setzte sich in einer öffentlichen Online-Wahl gegen vier weitere Ausnahmetalente durch. Im Interview berichtet die Studentin der Biochemie, was ihr die Ehrung bedeutet und wie es in ihrer Karriere nun weitergehen soll.


Du wurdest trotz junger Jahre für Deine mentale Stärke gelobt – wie steht‘s darum beim Blick auf diesen Preis?

Ich glaube, ich brauche noch ein, zwei Tage, um das richtig zu realisieren. Ich freue mich unfassbar, das ist wirklich eine riesengroße Ehre, gerade weil ich weiß, wer das vor mir schon alles gewonnen hat. Dass es nicht nur eine Leichtathletik interne Auszeichnung ist, zeigt mir, dass die ganze deutsche Sportwelt jetzt hinter mir steht und auf mich schaut.

Ist das mehr Druck oder mehr Motivation?

Aktuell ist es mehr Motivation. Aber ich denke, dass noch Druck daraus wird. Aber man muss sowas einfach positiv für sich umsetzen können.

Die Laudatio für Dich hielt mit Pamela Dutkiewicz-Emmerich eine WM-Dritte im Hürdensprint: Was bedeutet Dir das?

Pam war für mich immer ein riesengroßes Vorbild. Nicht nur, weil ich selbst lange Hürden gelaufen bin, sondern weil sie einfach als Mensch und Persönlichkeit toll ist. Sie ist unfassbar realistisch in ihren Zielen und echt – auf Social Media und auch wenn sie so vor einem steht. Sie hat zudem gezeigt, dass man Leistungssport auch mit Weiblichkeit verbinden kann - in der Hinsicht ist sie ein riesiges Vorbild. Dazu noch ihre ganzen Erfolge – Es ist der Wahnsinn, von ihr jetzt so schöne Worte zu hören.

Bist Du nach ihrem Triumph ins Träumen gekommen, was jetzt noch kommen kann?

Nein, ehrlich gesagt nicht. Ich habe im letzten Jahr nach der Verletzung gelernt, realistisch zu sein und dass man Schritt für Schritt denken muss. Ich wurde vor drei Wochen am Arm operiert und jetzt freue ich mich erstmal, dass ich den Arm wieder bewegen kann. Der nächste Schritt wird sein, langsam wieder ins Training einzusteigen.

Ich glaube, wenn man im Sport immer nur denkt, es läuft rund und wenn ich in diesem Jahr 4,30 Meter springe, dann sind es im nächsten Jahr 4,50 und dann werde ich Olympiasiegerin – das funktioniert einfach nicht. Weil es so nun einmal nicht läuft.

Die Laudatio hielt Ex-Hürdensprinterin Pamela Dutkiewicz-Emmerich (Foto: picture alliance)

Man sagt immer, man lernt aus Niederlagen – hast Du auch was aus dem Erfolg gelernt?

Auf jeden Fall, an mich selbst zu glauben und Vertrauen zu haben, die Kontrolle auch mal abzugeben. Zu erkennen:  Ich habe etwas so oft gemacht, dass ich meinem Körper vertrauen kann, dass es klappt, ohne dass ich etwas erzwingen muss. Meine Trainer wissen, wo der Weg hingeht, der Weg ist bereitet – auch wenn es gerade jetzt im Winter manchmal hart ist. (lacht)

Dies ist ein Auszug des Gesprächs, welches Melanie Meyer von der FUNKE Mediengruppe, Medienpartner der Veranstaltung „Juniorsportler:in des Jahres“, führte

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