
EM-Bronze über 400 Meter Lagen, ein Bachelorabschluss mit Bestnote und ein neuer Lebensabschnitt in Deutschland: Hinter Schwimmer Cedric Büssing liegen ereignisreiche Monate. Nach vier Jahren in den USA studiert er mittlerweile Finance und Accounting im Master an der Ruhr-Universität Bochum. Im Interview spricht er über seinen Neuanfang, die Herausforderungen zwischen Schwimmbecken und Hörsaal und seinen großen Olympiatraum.
Cedric, du hast 2025 die EM-Bronzemedaille gewonnen und parallel dazu dein Bachelorstudium mit summa cum laude abgeschlossen. Wie blickst du auf diese Erfolge zurück?
2025 war für mich ein sehr erfolgreiches Jahr. Nach meinem Bachelorabschluss an der University of Indianapolis bin ich zurück nach Deutschland gezogen. Das war eine große Umstellung. Umso schöner war es, dass ich schon drei Monate später einen meiner größten sportlichen Erfolge feiern konnte.
Du warst insgesamt vier Jahre in den USA. Was war bei deinem Umzug nach Deutschland besonders herausfordernd?
Ich musste mich erst einmal neu orientieren und überlegen, wie es sportlich und akademisch weitergeht. Besonders schwer war es, meine Freunde in den USA zurückzulassen. Wir hatten vier Jahre lang fast jede Mahlzeit, jede Trainingseinheit und jede freie Minute miteinander verbracht. Plötzlich waren diese Menschen nicht mehr da. Daran musste ich mich erst gewöhnen.
Wie gelingt es dir heute, Schwimmen, Masterstudium und Praktikum miteinander zu vereinbaren?
Das war gerade in den vergangenen Monaten eine große Herausforderung. Training, Uni und Praktikum unter einen Hut zu bringen, erfordert ein sehr gutes Zeitmanagement. Ich musste lernen, Wege optimal zu planen und meine Zeit möglichst effektiv zu nutzen. Die intensive Phase hat sich aber gelohnt: Durch das Praktikum weiß ich mittlerweile genau, was ich nach meiner aktiven Sportkarriere machen möchte.


Welchen sportlichen Traum möchtest du dir noch erfüllen?
Mein größter Traum ist es, das deutsche Team bei den Olympischen Spielen 2028 noch besser und erfolgreicher zu repräsentieren.
Was würde es dir bedeuten, Sport-Stipendiat des Jahres zu werden?
Die Auszeichnung würde mir vor allem mehr Freiraum bei der Gestaltung meines Alltags geben, wenn die Uni und die neue Saison wieder starten.
