
Meetingrekord auf internationaler Bühne und Bestnoten im Architekturstudium: Till Steinforth ist nicht nur auf der Laufbahn vielseitig. Der Zehnkämpfer studiert Architektur im Master an der University of Nebraska und verbindet seinen sportlichen Ehrgeiz mit kreativen Ideen. Im Interview erzählt er, wie er seinen anspruchsvollen Alltag organisiert, warum ihn auch Rückschläge weiterbringen und welches große Ziel er verfolgt.
Till, du hast 2025 mit einem Meetingrekord bei den Drake Relays auf dich aufmerksam gemacht. Wie blickst du auf deine sportliche Entwicklung zurück?
Auf den Meetingrekord bei den Drake Relays und meine Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Tokio bin ich besonders stolz. Diese Erfolge und meine konstanten Leistungen im internationalen Mehrkampf zeigen mir, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Gleichzeitig habe ich gelernt, dass Erfolg nicht immer geradlinig verläuft. Rückschläge, Zweifel und Druck gehören dazu. Entscheidend ist, wie man damit umgeht und daran wächst.
Neben dem Zehnkampf studierst du Architektur im Master. Wie bekommst du beides unter einen Hut?
Das erfordert ein hohes Maß an Disziplin und eine sehr strukturierte Tagesplanung. Häufig trainiere ich vier bis fünf Stunden am Tag, verbringe weitere vier bis sechs Stunden mit dem Studium und arbeite anschließend noch mehrere Stunden an Projekten. Dazu kommen Wettkämpfe, Reisen und unterschiedliche Zeitzonen. Eine klare Priorisierung und ausreichend Regeneration helfen mir dabei, diese Belastung zu meistern.


Du bist auch im Architekturstudium sehr erfolgreich. Auf welche Projekte bist du besonders stolz?
Meine Projektpräsentationen wurden bisher ausschließlich mit A+ oder A bewertet. Besonders stolz bin ich auf ein Entwurfsprojekt, das von einer Architektenjury als bestes Projekt im Fach Architecture Design bewertet wurde. Außerdem beschäftige ich mich intensiv mit 3D-Druck, generativem Design und eigenen Entwürfen. Für meinen 3D-gedruckten Sportschuh RIPPLE RUNNERS habe ich zwei Global Footwear Awards erhalten.
Was haben dich die vergangenen Monate über dich selbst gelehrt?
Dass Disziplin und Struktur sehr wichtig sind, aber auch, dass man sich auf das Wesentliche konzentrieren muss. Sport und Studium bringen immer wieder Zeitdruck und Rückschläge mit sich. Ich habe gelernt, damit umzugehen und auch in schwierigen Phasen Stabilität zu bewahren. Die Unterstützung meiner Eltern hat mir dabei besonders geholfen.
Was würde dir die Auszeichnung zum Sport-Stipendiaten des Jahres ermöglichen?
Ich möchte Sport-Stipendiat des Jahres werden, um mich noch stärker auf mein Studium und den Sport konzentrieren zu können. Mein nächstes großes Ziel sind die Olympischen Spiele in Los Angeles.
