Frankfurt am Main, 29.11.2018

Bahnradsprinter Max Levy: "Ich wollte Kristina Vogel nicht zumuten, dass ich wegen ihr nie wieder auf dem Fahrrad sitze"

Bahnradsprinter Max Levy war Augenzeuge und Ersthelfer beim schweren Sturz seiner Teamkollegin Kristina Vogel. Ans Aufhören dachte er nach dem Unfall aber nicht - anders als in schwierigen Phasen seiner langen und erfolgreichen Karriere. Wie er sich immer wieder motiviert, erzählt er im aktuellen go!d-Magazin der Deutsche Sporthilfe.

Wegen diverser Verletzungen und Rückschläge dachte Bahnradfahrer Max Levy bereits mehrfach daran, sein Rad an den Nagel zu hängen. Das sagte der 31-Jährige im go!d-Magazin der Deutschen Sporthilfe, das am 3. Dezember, kurz nach dem Heim-Weltcup in Berlin (30. November bis 2. Dezember) erscheint. Nach dem schweren Sturz seiner langjährigen Teamkollegin Kristina Vogel, die seitdem im Rollstuhl sitzt, habe er ein sofortiges Karriereende aber bewusst ausgeschlossen: „Ich wollte Kristina nicht auch noch zumuten, dass ich wegen ihr nie wieder auf dem Fahrrad sitze.“

Levy war am 26. Juni 2018, seinem 31. Geburtstag, auf seiner Heimbahn in Cottbus Augenzeuge des folgenschweren Zusammenstoßes von Doppel-Olympiasiegerin und Rekord-Weltmeisterin Vogel mit einem niederländischen Nachwuchsfahrer geworden. Levy leistete Ersthilfe und rief anschließend die Spendenaktion #staystrongkristina ins Leben. „Ein Tag, den man nie vergessen wird. Noch immer fällt es mir schwer darüber zu reden“, so Levy in go!d. Selbst habe er auf dem Rad nach dem Erlebten aber zu keiner Zeit Angst verspürt.

Schon zuvor wurde Levy, 2005 von der Deutschen Sporthilfe als Juniorsportler des Jahres ausgezeichnet und in seiner Karriere mit drei Olympia- sowie zehn WM-Medaillen dekoriert, mehrmals mit den Schattenseiten seines Sports konfrontiert. Dreimal brach er sich bei Stürzen das Schlüsselbein, zuletzt 2017. Am schlimmsten erwischte es ihn 2014 bei der WM in Kolumbien. Auf Goldkurs liegend stürzte Levy und brach sich das Schlüsselbein, noch vor Ort wurde er operiert. Zurück in Deutschland entzündete sich die Wunde so schlimm, dass das Schlüsselbein durch Teile des Beckenknochens neu aufgebaut werden. „Damals war die Frage nicht, ob ich wieder Fahrrad fahre, sondern ob ich je wieder gesund werde“, so Levy. Im go!d-Magazin schildert er ausführlich, wie er diese schweren Zeiten durchlebt hat und was ihn dennoch antreibt, seinen Sport fortzuführen.

Beim Bahnrad-Weltcup in Berlin, dem ersten in Deutschland seit exakt 20 Jahren, trifft Levy auch auf Vogel, die dort als "Radsportlerin des Jahres 2018" geehrt wird. Für den Sprinter ist es die Rückkehr zu den eigenen Wurzeln. Der gebürtige Berliner kam 1987 unweit des inzwischen neu errichteten Velodroms im Prenzlauer Berg auf die Welt. Im vergangenen Jahr gewann Levy dort bei der Europameisterschaft Gold im Keirin und Silber im Teamsprint. Den Erfolg bezeichnete er im go!d-Magazin als „eine Genugtuung sondergleichen“.

Das ausführliche Porträt von Max Levy finden Sie hier.

Neben dem Porträt von Max Levy beinhaltet die aktuelle Ausgabe des go!d-Magazins der Deutschen Sporthilfe unter anderem auch ein Exklusiv-Interview mit Uli Roth, bis 1989 Deutschlands Rekordnationalspieler im Handball und bis Ende 2017 Manager der Band PUR. Er spricht über die anstehende Handball-WM in Deutschland und Dänemark, seinen ungewöhnlichen Berufsweg vom Sportler zum Musikmanager und über seine Rolle als Botschafter für die Prostatakrebsvorsorge.

Weitere Themen im go!d-Magazin:

  • #comebackstronger: Der schwere Weg verletzter Wintersportler zurück in die Erfolgsspur
  • Snowboard in Deutschland: Zwischen Weltklasse und Entwicklungsland
  • Die zweite Karriere von ExEiskunstläufer Daniel Hermann: Für adidas in Shanghai

Das komplette go!d-Magazin zum Download.

Abdruck: honorarfrei. Quelle: Deutsche Sporthilfe


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