
In den vergangenen Jahren hat sich die Förderung paralympischer Athletinnen und Athleten in Deutschland spürbar weiterentwickelt. Die Sporthilfe hat diesen Prozess nicht nur begleitet, sondern aktiv vorangetrieben. Unser Anspruch ist eindeutig: Para-Sportlerinnen und -Sportler, die in die Förderung der Sporthilfe aufgenommen werden, sollen unter den gleichen Voraussetzungen unterstützt werden wie ihre Kolleginnen und Kollegen im olympischen Bereich.
Auf diesem Weg konnten wir bereits wesentliche Fortschritte erzielen. Ein entscheidender Schritt war die deutliche Erhöhung der Fördermittel: Gemeinsam mit unseren Partnern in Politik und Wirtschaft ist es gelungen, den spezifischen Etat für den Para-Sport innerhalb von sechs Jahren mehr als zu verdoppeln. Diese Mittel versetzen uns in die Lage, neue Programme aufzubauen und die individuelle Förderung weiter auszubauen — von der Elite-Förderung für Para-Athletinnen und -Athleten bis hin zu passgenauen Angeboten zur Vereinbarkeit von Ausbildung und Leistungssport.
Der paralympische Sport hat sich rasant entwickelt. Die internationale Konkurrenz wächst, trainiert professioneller, die Leistungsniveaus steigen kontinuierlich. Gleichzeitig verändert sich der Sportartenkanon der Paralympischen Spiele: Es entstehen neue Startklassen, und ganze Sportarten, wie das paralympische Klettern, kommen hinzu. Diese Dynamik stellt hohe Anforderungen an die Förderung — und wir arbeiten kontinuierlich daran, mit dieser Entwicklung Schritt zu halten.
Mit unserem neuen Förderkonzept haben wir zusätzlich einen verbindlichen Rahmen geschaffen, der Transparenz, Klarheit und Berechenbarkeit gewährleistet. Im Zentrum steht die Spitzenförderung, um die leistungsstärksten Athletinnen und Athleten bestmöglich zu unterstützen. Zugleich gilt: Ein begrenztes Gesamtbudget erlaubt keine unbegrenzte Ausweitung der höchsten Förderstufen. Bei aller Ambition müssen wir weiterhin wirtschaftlich verantwortungsvoll handeln — und wir bitten um Verständnis dafür.
Ein weiterer Meilenstein ist die Gleichstellung der Medaillenprämien für olympische und paralympische Athletinnen und Athleten. Seit Januar dieses Jahres sind die erhöhten Prämienzahlungen zudem steuerfrei. Das wird sich für die Athletinnen und Athleten spürbar auswirken und ist ein wichtiges Signal dafür, dass außergewöhnliche sportliche Leistungen — unabhängig von körperlichen Voraussetzungen — denselben gesellschaftlichen Wert besitzen.
Die Erfolge bei den zurückliegenden Welt- und Europameisterschaften zeigen eindrucksvoll, welches Potenzial im deutschen Para-Sport steckt. Zugleich verdeutlichen sie, wie wichtig eine verlässliche und leistungsorientierte Förderung ist. Dieses Niveau können wir jedoch nur halten, wenn die Sporthilfe gemeinsam mit ihren staatlichen und privaten Partnern auch künftig ein stabiles Förderfundament sicherstellt.
Wir teilen das Anliegen des Deutschen Behindertensportverbands, die Unterstützung im Para-Sport weiter auszubauen. Genau darauf zielt auch unser Positionspapier zur Zukunft des deutschen Spitzensports ab. Unser Anspruch ist ein inklusives, leistungsfähiges und langfristig tragfähiges Sportsystem. Dafür suchen wir aktiv den konstruktiven Austausch mit der Politik sowie mit bestehenden und neuen Partnern aus der Wirtschaft.
Mit Blick auf die kommenden Winterspiele drücken wir allen von uns geförderten Athletinnen und Athleten fest die Daumen für erfolgreiche, starke Wettkämpfe. Sie tragen unsere Farben, unser Vertrauen und unsere Unterstützung. Ihr Einsatz motiviert uns jeden Tag, weiter daran zu arbeiten, dass Inklusion und Gleichbehandlung im deutschen Spitzensport nicht nur formulierte Ziele bleiben, sondern gelebte Realität.
Sporthilfe, im Februar 2026
