Helen Kevric: Perfektion, Rückhalt, Neubeginn – Wie die Sporthilfe trägt, wenn es schwer wird

Helen Kevric ist eines der Gesichter der neuen Sporthilfe-Kampagne. Ein Jahr nach ihrer schweren Knieverletzung kehrt sie auf die internationale Bühne zurück, pünktlich zu den Kunstturn-Europameisterschaften vom 13. bis 23. August in Zagreb, Kroatien. Ihre Geschichte zeigt, was Leistung wirklich bedeutet: tägliche Arbeit, die Suche nach Perfektion und ein Umfeld, das auch in schweren Zeiten trägt. 

Ein Jahr lang war nichts mehr wie vorher. Helen Kevric, die seit ihrem vierten Lebensjahr turnt, verlor durch eine Knieverletzung alles, was ihren Alltag ausmacht: die Routinen, die Struktur, die Sicherheit. „Zurückzukommen war sehr schwer. Ich habe jetzt über ein Jahr Reha gemacht und mich jeden Tag weiter zurück gekämpft.“ Statt Training, Schule, Training hieß es plötzlich: neu lernen, neu aufbauen, neu anfangen. „Noch vor sechs Wochen konnte ich meine Übungen turnen und dann musste ich plötzlich erstmal wieder laufen lernen.“ 

Dieser Bruch zeigt, was Leistung wirklich bedeutet: nicht nur Perfektion, sondern Geduld. Nicht nur Stärke, sondern Verletzlichkeit. Nicht nur Talent, sondern die Fähigkeit, weiterzumachen, wenn alles stillsteht. Helen wusste schon im Krankenhaus, dass sie nicht aufhören würde.  

In dieser Zeit wurde deutlich, wie wichtig Unterstützung ist. Helen spricht offen darüber, wer sie durch die härtesten Momente getragen hat: „Vor allem meine Eltern, aber ich habe auch mit einer Sportpsychologin zusammengearbeitet. Das hat mir extrem geholfen.“ Und sie spricht über die Rolle der Sporthilfe: „Für mich ist die Sporthilfe ein super wichtiger Partner. Vor allem, als ich verletzt war, war sie trotzdem immer an meiner Seite. Sie glaubt weiterhin an ihre Sportlerinnen und Sportler, sie glaubt an mich.“

Die Sporthilfe ist da – nicht nur, wenn Medaillen glänzen, sondern wenn Athletinnen und Athleten kämpfen, zweifeln, neu beginnen. Seit 2020 unterstützt sie Helen: aktuell als Teil des Top‑Teams, mit der Altersvorsorge durch Bundesmittel und mit der Individualförderung aus dem neuen „Tipico Champion Fonds“ von Sporthilfe und Tipico Champion Initiative. 

Mit dieser Unterstützung hat Helen ihren Weg zurück gefunden. Ein Jahr nach der Verletzung steht sie wieder auf der Wettkampfbühne – und wie. Mit zwei Deutschen Meistertiteln im Stufenbarren und am Schwebebalken hat sie sich eindrucksvoll zurückgemeldet und zeigt sich pünktlich zu den Europameisterschaften wieder in Topform. „Ich freue mich sehr, wieder das machen zu können, was ich liebe.“

Ihre Perfektion ist zurück – aber sie hat eine neue Tiefe. Helen weiß, wie viel Feinarbeit hinter jeder Übung steckt: „Es ist super anstrengend, weil es so eine Feinarbeit ist und das kostet oft viele Nerven.“ Und sie weiß, wie viel Freiheit im Turnen steckt: „Ich fühle mich frei, wenn ich turne.“ Diese Balance aus Disziplin und Freiheit ist für sie zentral und zeigt, wie viel innere Stärke hinter ihrer Leistung steht. 

Helen denkt auch über die Zukunft des Turnens nach. Große Ereignisse wie die Europameisterschaften oder Olympische Spiele in Deutschland könnten dem Sport mehr Aufmerksamkeit geben. „Ich glaube, dass es dem Turnsport sehr guttun würde, wenn die Olympischen Spiele nach Deutschland kommen. Wir haben hier noch ein bisschen wenig Aufmerksamkeit.“ Für sie persönlich wäre München ein Traum – der Ort, an dem sie Jugend‑Europameisterin wurde. 

Helen Kevric zeigt, was Leistung wirklich bedeutet: Rückschläge auszuhalten, Perfektion neu aufzubauen und getragen zu werden, wenn Wege neu beginnen. 

Wir tragen dich. 




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