
Markus Rehm ist eines der Gesichter der neuen Sporthilfe-Kampagne „Wir tragen dich“ – und zeigt, was Leistung wirklich bedeutet: die tägliche Suche nach dem perfekten Sprung, absolute Präzision und ein Team, das ihn trägt. Seine Geschichte steht für Perfektion, Rhythmus und die Kraft eines Umfelds, das Spitzenleistung möglich macht.
Markus Rehm ist jemand, der die Grenzen seines Sports verschiebt. Schon als Kind war Weitspringen „sein Ding“. Nach seinem Unfall war es der erste Sprung auf einer Sportprothese, der ihm zeigte, dass die Leidenschaft geblieben war. Die Kombination aus Geschwindigkeit, Kraft, Technik und Präzision fasziniert ihn bis heute. „Beim Absprung spürst du sofort, wie die Energie durch deinen Körper fließt“, sagt er. Dieser Moment ist für ihn der Kern seines Sports – der Punkt, an dem alles zusammenkommen muss.
Markus beschreibt Weitsprung als ein Zusammenspiel aus Automatismen, Rhythmus und Gefühl. Denken hilft ihm in diesen Sekunden nicht. Er visualisiert den perfekten Sprung, geht ihn im Kopf durch, Schritt für Schritt, Position für Position. „Ich habe den perfekten Sprung im Kopf“, sagt er. Die Suche danach treibt ihn an, die Hoffnung darauf begleitet jeden Anlauf.
Was hinter diesem Bild steckt, ist ein komplexes System aus körperlicher Arbeit, Technik, Prothesenanpassung, Analyse und Teamarbeit. Markus spricht offen darüber, wie viel Expertise nötig ist, um einen Sprung überhaupt möglich zu machen: Ärzte und Ärztinnen, Physiotherapeutinnen und -therapeuten, Osteopathinnen und Osteopathen, Biomechanikerinnen und -mechaniker, Trainerinnen und Trainer, Prothesentechnikerinnen und -techniker. Und die Sporthilfe. „Um all das überhaupt machen zu können, brauche ich das wichtigste Team, Partner, Supporter wie die Sporthilfe.“ Ohne diese Unterstützung wäre Leistung auf diesem Niveau nicht möglich.
Er beschreibt eindrucksvoll, wie präzise das Zusammenspiel mit seiner Prothese sein muss. Rhythmus ist für ihn entscheidend: „Wenn ich nicht im Rhythmus bin, kommt die Energie falsch raus.“ Die Prothese verzeiht keine Fehler. Sie ist mechanisch, reagiert exakt auf das, was er tut.
Markus weiß auch, wie sich harte Tage anfühlen. Die Momente, in denen man morgens aufsteht und alles weh tut. Die Tage, an denen man sich zum Training zwingen muss, obwohl der Körper protestiert. „Wenn du dir die Frage stellst, ob du Lust auf Training hast, hast du eigentlich schon verloren.“ Struktur trägt ihn durch die schwierigen Phasen.

Er spricht mit großer Dankbarkeit über die Entwicklung des paralympischen Sports und die Rolle der Sporthilfe. „Es ist ein großes Privileg, jeden Tag zum Training gehen zu dürfen.“ Die Sporthilfe hat ihm ermöglicht, aus einem Hobby einen Beruf zu machen, sich voll zu committen, international zu konkurrieren. Die Stiftung ist seit 2009 an seiner Seite – in guten Zeiten und in schwierigen. Sie hat ihn getragen, als der Sport noch nicht die Strukturen hatte, die er heute hat.
Markus lebt die Suche nach Perfektion. Er sieht die Zahl vor sich, die niemand zuvor erreicht hat. Er weiß, dass Träume unrealistisch sein dürfen. Und er weiß, dass er getragen wird: von seinem Team, seiner Trainerin, seiner Familie, seinen Partnern, der Sporthilfe.
Seine Geschichte zeigt, was Leistung wirklich bedeutet: tägliche Arbeit, technische Präzision, mentale Stärke, Verantwortung – und ein Umfeld, das bleibt. Markus Rehm verkörpert die Botschaft der Kampagne wie kaum ein anderer: Leistung ist kein Moment. Leistung ist Entwicklung. Und niemand geht diesen Weg allein.
Wir tragen dich.

