Aufgeschoben ist nicht aufgehoben

Den 24. März 2020 werden olympische und paralympische Athleten wahrscheinlich nicht so schnell vergessen. Auf den Tag genau vier Monate vor Beginn der in Tokio für die Zeit vom 24. Juli bis 9. August geplanten Sommerspiele, sowie den darauffolgenden Paralympischen Spielen vom 25. August bis 6. September, hat das IOC entschieden, die Spiele wegen der weltweit grassierenden Corona-Pandemie zu verschieben.


„Unter den gegenwärtigen Umständen und auf der Grundlage der heute von der WHO bereitgestellten Informationen sind der IOC-Präsident und der japanische Premierminister zu dem Schluss gekommen, dass die Spiele der XXXII. Olympiade in Tokio  auf einen Zeitpunkt nach 2020 […] verschoben werden müssen, um die Gesundheit der Athleten, aller an den Olympischen Spielen Beteiligten und der internationalen Gemeinschaft zu schützen.“

Die sporthistorische Entscheidung – abgesehen von den abgesagten Spielen während der beiden Weltkriege ist es das erste Mal, dass Olympische Sommerspiele nicht im turnusmäßigen Rhythmus von vier Jahren stattfinden – war durch die Coronavirus-Pandemie unabdingbar geworden. Mehrjährig angelegte Trainings- und Wettkampfpläne wurden damit auf den Kopf gestellt. Doch nicht nur das. An diesem Tag platzten zahlreiche Lebensträume. Für viele Athleten sollte Tokio 2020 noch einmal das große Highlight zum Abschluss ihrer erfolgreichen Karriere werden. Das Leben „danach“ war lange geplant. Doch Spitzenathleten wären nicht Spitzenathleten, wenn sie sich nicht aus Krisen herauskämpfen und die neuen Herausforderungen annehmen würden. Gleichzeitig bedeutet der Aufschub nicht für alle eine Misere. Einigen kommt die Verschiebung der Spiele um 364 Tage durchaus gelegen, sehen die zusätzliche Zeit als Chance, um noch einmal länger an ihrer Bestleistung zu feilen. In der Folge berichten fünf Athleten, was für sie die Verschiebung der Spiele bedeutet.

Die Beiträge sind im Sporthilfe-Magazin go!d erschienen - Zur kompletten Ausgabe (2/2020)


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