Franziska Kampmann

Rudern

Zwischen Rindern und Rudern

Ruderin Franziska Kampmann gewann zuletzt bei der U23-Weltmeisterschaft Bronze im Doppelvierer. Nebenbei absolvierte sie ihre Ausbildung zur Landwirtin und fängt demnächst an zu studieren. Auf ihrem Weg unterstützt sie die Deutsche Sporthilfe.


Schmunzelnd beobachtet Franziska Kampmann (Jg. 1997) wie das knapp acht Meter lange Ruderboot in den Kuhstall getragen wird. Zwar gehört die Vereinbarkeit von Rudertraining und Landwirtschaft zu ihrem Alltag, so nah wie beim Fotoshooting der Deutschen Sporthilfe sind sich ihre beiden Leidenschaften allerdings noch nie gekommen.

Franziska ist auf einem Hof großgeworden. Dass sie ebenfalls in die Landwirtschaft gehen würde, stand für sie schnell fest. Im Juli schloss sie die Ausbildung zur Landwirtin mit einem guten Ergebnis ab. "Mit den Rahmenbedingungen, kann ich definitiv zufrieden sein", erklärt sie. Während der Ausbildung war ihr Tag komplett durchgetaktet. Um 6 Uhr stand sie bereits im Melkstall und vor 20:30 Uhr ging es selten vom Training nach Hause.

Mit elf Jahren machte „Franzi“ beim RV Waltrop ihre ersten Züge im Ruderboot. Von Beginn an habe sie der Sport begeistert, erzählt sie. Heute motivieren sie vor allem die eigenen Erfolge - und die können sich sehen lassen: Nach Gold und Silber im Juniorenbereich  gewann sie im Doppelvierer bei der U23-Weltmeisterschaft 2017 die Bronzemedaille. "Uns war nicht bewusst wie knapp das Rennen war, wir haben alles gegeben und sind sehr glücklich über den Erfolg", erinnert sich die Athletin.

Franziska Kampmann - Rudern

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Eltern nicht auf der Tasche liegen

Erfolgserlebnisse wie beim WM-Rennen sind nur möglich, weil Franzi bei ihrer Ausbildung besondere Freiheiten für ihr enormes Trainingspensum eingeräumt bekommt. Um Sport und Ausbildung optimal kombinieren zu können, hatte sie einst ganz bewusst nach einem kooperativen Hof gesucht. "Ich hatte sehr viel Glück, dass bei meinen beiden Chefs Verständnis für den Leistungssport herrschte", erzählt sie. "Deshalb gab es auch keine Probleme, wenn ich mir für Wettkämpfe oder Trainingslager freinehmen musste."

Unterstützung erhält sie zusätzlich von der Deutschen Sporthilfe. Seit Anfang des Jahres ist Franzi Mitglied des Top-Team Future: "Finanziell ist es natürlich hilfreich, vor allem weil ich meinen Eltern nicht so auf der Tasche liegen muss. Aber auch materielle Gegenstände, welche uns die Sporthilfe zur Verfügung stellt, kann ich gut nutzen."

Ab Oktober studiert Franzi in Soest Agrarwirtschaft und, sofern es die Zeit erlaubt, weiterhin ein bis zwei Mal die Woche auf dem Hof arbeiten. Parallel dazu soll es natürlich auch sportlich weiter bergauf gehen. Dabei gibt sie sich allerdings bescheiden: "Die Olympischen Spiele wären schon ein Traum, aber ich denke mehr von Jahr zu Jahr. 2018 möchte ich wieder bei der U23-WM dabei sein." Das Potenzial dazu hat sie allemal.

(Veröffentlicht am 25.10.2017)

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