Handballer erfüllen sich Olympia-Traum

Johannes Golla und Co. nahmen am 17. März strahlend ihr überdimensioniertes "Ticket to Paris" entgegen: Deutschlands Handballer fahren zu den Olympischen Spielen.


Die nervenstarke Mannschaft von Bundestrainer Gislason besiegte Österreich im "Endspiel" von Hannover mit 34:31 (18:15) und sicherte sich nach 2016 und 2021 die dritte Olympia-Teilnahme hintereinander. "Es war das erwartet schwere Spiel für uns. Wir haben Moral gezeigt und uns nicht aus dem Konzept bringen lassen", lobte Torwart Andreas Wolff, der "primär Erleichterung" verspürte. Und der einmal mehr überragende Renars Uscins meinte: 

Ich bin unglaublich stolz auf die Mannschaft.

Beste deutsche Werfer vor 10.099 Zuschauern in der ausverkauften ZAG Arena waren Rückraumspieler Julian Köster (7 Tore), Linkshänder Renars Uscins (7) und Rechtsaußen Lukas Zerbe (6). Zudem hatten die beiden Torhüter Wolff und David Späth mit wichtigen Paraden großen Anteil daran, dass der Olympia-Traum für die unerfahrene deutsche Mannschaft Realität wird. In Paris greifen Kapitän Johannes Golla und Co. im Sommer nach der ersten deutschen Handball-Medaille seit Bronze 2016 in Rio.

Die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB), aus der zwölf Spieler noch nie bei Olympia dabei waren, schloss das Qualifikationsturnier damit auf dem zweiten Platz hinter Kroatien ab. Dem Erfolg gegen Österreich waren ein Sieg gegen Algerien (41:29) und eine Niederlage gegen die ebenfalls für Olympia qualifizierten Kroaten (30:33) vorausgegangen.

Glücklich und erleichtert umarmen sich Andreas Wolff (links) und Renars Uscins nach dem entscheidenden Spiel gegen Österreich. Mit ihrem Sieg sichert sich die deutsche Mannschaft das Ticket für die Olympischen Spiele.

Für das Frauen-Team steht das Qualifikationsturnier vom 11. bis 14. April in Neu-Ulm an. Gegner sind Montenegro, Slowenien und Paraguay, wobei sich die ersten beiden Teams für Paris qualifizieren.

 

mit Material von handball.net

So fördert die Sporthilfe

Im Kader von Bundestrainer Alfred Gislason haben insgesamt 14 Spieler, darunter Juri Knorr und Julian Köster sowie Rechtsaußen Timo Kastening, in ihren Karriereanfängen Sporthilfe-Fördermittel erhalten. Aktuell fördert die Stiftung insgesamt 107 Sportler:innen im deutschen Handball. Das Gros der derzeit geförderten 62 Handballerinnen und 45 Handballer gehört dem Nachwuchsbereich an. Mit den Sporthilfe-geförderten Athlet:innen feierten die Teams des Deutschen Handballbundes (DHB) Erfolge wie den Europameistertitel der männlichen U19-Nationalmannschaft im Jahr 2021, deren gesamter Kader in der Sporthilfe-Basisförderung war.

Zwei Jahre später glänzten die U21-Junioren auch bei der Weltmeisterschaft 2023 in beeindruckender Manier. Mit Nils Lichtlein, David Späth, Renars Uscins und Justus Fischer haben es gleich vier U21-Weltmeister aus dem vergangenen Jahr in die A-Nationalmannschaft geschafft.

 



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